„Moscheen sind Orte der Religionsausübung, des Gebets und der Gemeinschaft. Leider werden wir zum wiederholten Male Zeuge davon, dass ausländische Kräfte diese Orte missbrauchen, um ihre politische Propaganda zu verbreiten. Es ist nicht verwunderlich, dass gerade die Politisierung in den DITIB-Moscheen stattfindet. Wenn die türkische Religionsbehörde Diyanet das Feiern vor Neujahr geißelt, was wird dann ein Imam zu Weihnachten sagen? Wenn Herr Erdogan Europa verteufelt und fordert, dass Türken türkisch bleiben sollen, was wird dann der von der Türkei finanzierte Imam sagen? Es ist und bleibt das Grundproblem, dass Imame insbesondere aus der Türkei immer mehr zu einem Integrationshemmnis in unserem Land werden. Natürlich gilt das nicht für alle Imame und alle Gemeinden. Die jetzigen Strukturen führen jedoch zum Missbrauch der religiösen Funktionen, dem wir entgegentreten müssen. Es ist nicht haltbar, dass solche Predigten vor allem die jungen hier aufgewachsenen Muslime gegen Deutschland aufwiegeln und daran hindern, sich selbstverständlich als Bürger dieses Landes zu fühlen. 
Wir stehen den Problemen natürlich nicht tatenlos gegenüber. Fördergelder für Projekte von Ditib-Moscheen wurden teilweise ausgesetzt. Für die Zukunft sollten nur noch dann Fördergelder fließen, wenn die DITIB bereit ist, ihre Strukturen von der Türkei abzukoppeln. Dazu gehört insbesondere, dass Predigten, die deutschland- oder christenfeindliche Inhalte transportieren, keinen Platz in deutschen Moscheen haben. Dazu gehört, dass im DITIB Vorstand nicht mehr Beamte aus der Türkei sitzen, sondern die Mitglieder demokratisch ihre Vorsitzenden wählen.
Neben dem Nationalen Präventionsprogramm gegen gewaltbereiten Extremismus, welches am heutigen Mittwoch auf der Tagesordnung des Koalitionsausschusses steht, brauchen wir Programme für eine engagierte Demokratieförderung in Moscheegemeinden.
Auch die Sicherheitsbehörden sind im Rahmen ihrer Aufgaben aktiv. 90 Moscheen werden deutschlandweit vom Verfassungsschutz beobachtet. Das bedeutet allerdings auch, dass die große Mehrheit der über 2000 Moscheen in Deutschland keine verfassungsfeindlichen Bestrebungen verfolgt.
Die wichtigste Investition aus Sicht der CDU/CSU-Fraktion ist jedoch die in unsere über 2000 Studierenden, die seit 2011 die Möglichkeit haben, an vier Standorten in Deutschland islamische Theologie zu studieren. Sie sind die Zukunft der deutschen Moscheen. Sie müssen in Zukunft von den Gemeinden als Imame angestellt und finanziert werden. 
Gerade unter deutschen, jungen Muslimen macht sich immer mehr der Frust breit, dass ihre Moscheen mit Imamen aus den Herkunftsländern an ihrer Lebenswirklichkeit vorbeigehen. So entwickeln sich immer mehr Initiativen wie der Blog Freitagsworte, wo deutsche Muslime ihre Sicht auf die Religion kundtun. Aber auch immer mehr Moscheen bieten Übersetzungen zu ihren Predigten an und arbeiten eng im interreligiösen Dialog. Wir brauchen jetzt eine offene Debatte über Integration innerhalb des nicht-verfassungsfeindlichen Spektrums.“ 

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