am Montag vor einem Jahr fand auf der ukrainischen Halbinsel Krim ein international nicht anerkanntes Referendum statt, das Russland als Vorwand für die innerhalb einer Woche vollzogene völkerrechtswidrige Annexion der Krim benutzte. Damit hat Russland die europäische Friedensordnung insgesamt in Frage gestellt. Wir dürfen dies nicht vergessen, auch wenn inzwischen der Krieg in der Ostukraine mit Tausenden Toten die Schlagzeilen bestimmt.
Unsere Kanzlerin hat sich von Anfang an für eine friedliche Lösung in der Ukraine eingesetzt und im Februar dieses Jahres zusammen mit Frankreichs Staatspräsident Hollande den Abschluss des sogenannten Minsk-II-Abkommens erreicht. Die darin vereinbarte Waffenruhe wird überwiegend eingehalten, der Rückzug schwerer Waffen hat begonnen. Für die Menschen in der Ostukraine bleibt zu hoffen, dass die Vereinbarungen nunmehr vollständig umgesetzt und weitere Opfer vermieden werden. Kanzlerin Merkel gebührt für ihren unermüdlichen Einsatz für den Frieden in Europa hohe Anerkennung und aufrichtiger Dank.
In dieser Woche jährt sich aber nicht nur die Annexion der Krim, sondern wir erinnern auch an einen glücklichen Jahrestag der deutschen Geschichte: Vor genau 25 Jahren, am 18. März 1990, fand die erste und einzige freie Volkskammerwahl statt. Die Menschen in der ehemaligen DDR haben diese Wahl mit einer historischen Wahlbeteiligung von über 93 Prozent zu einer wahren Volksabstimmung gemacht. Mit ihrer Entscheidung für die Allianz für Deutschland haben sie zugleich den Weg zu einer schnellen Wiedervereinigung frei gemacht. In einem knappen halben Jahr wurden alle rechtlichen Voraussetzungen für die Einheit in Freiheit geschaffen, eine unglaubliche Leistung und ein bleibendes Vermächtnis für die Demo¬kratie in Deutschland.

Ihr,



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