Unter dem Motto „Die Energiewende – Eine Generationenaufgabe – Zwischenstand 2015!“ hat der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz (CSU) Kommunalpolitiker und Parteifreunde in das Lechmuseum Bayern in Langweid eingeladen, um den aktuellen Stand der Energiewende darzustellen und gemeinsam mit dem Vorstand der LEW, Dr. Markus Litpher und den Gästen zu diskutieren. „Die ‎Energiewende‬ ist eines der zentralen Zukunftsthemen und eine Generationenaufgabe. Die damit verbundenen Ziele sind zur Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen unerlässlich.“ stellte Durz zu Beginn fest.

Ein gutes Stück Arbeit

Durz, der im Deutschen Bundestag für die CSU im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sitzt, berichtete, dass auf dem Weg zur Energiewende bereits viel erreicht wurde. So waren im vergangenen Jahr die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von über 25 % erstmals Spitzenreiter bei der Stromerzeugung in Deutschland. Doch seien die Ziele sind noch weit ehrgeiziger: „Die Bundesregierung will bis 2050 80 % erreichen. Insgesamt stellen uns die Ziele der Energiewende vor große Herausforderungen. Es ist ein gutes Stück Arbeit.“ Energie sei aber mehr als nur ‎Strom‬. Gerade in den Bereichen ‎Verkehr‬ und‪ Wärme‬ ‬‬liegen große Potenziale, so der Abgeordnete weiter.

Energiewende in Bayerisch Schwaben

Wie sehr die Energiewende bereits in der Region angekommen sei, konnten die Zuhörer im Beitrag von Dr. Lithper erfahren. Der enorme Zubau erneuerbarer Energieträger sei für einen Regionalversorger eine nicht zu unterschätzende Herausforderung: So habe die LEW zur nachhaltigen Gewährleistung der hohen Versorgungssicherheit sowie zum Anschluss der de-zentralen erneuerbaren Erzeugungsanlagen in den vergangenen Jahren eine halbe Milliarde Euro in den Netzausbau investiert. Die Zustimmung der Bevölkerung zum Umbau der deutschen Energieversorgung sei hoch: Im Rahmen einer Umfrage gaben 93 % der Befragten in Bayerisch Schwaben an, hinter der Energiewende zu stehen, so Litpher.

Bezahlbare Versorgungssicherheit?

In der anschließenden Diskussion stand vor allem das Thema Versorgungssicherheit im Mittelpunkt. „Wie funktioniert unsere Stromversorgung, wenn 2022 die letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen? Und ist Energie dann überhaupt noch bezahlbar?“ lauteten die am häufigsten gestellten Fragen. Hansjörg Durz wies darauf hin, dass Versorgungssicherheit nur durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen erreicht werden könne. Dazu zählen die Flexibilisierung der Nachfrage und Speicher genauso wie neue Übertragungsnetze und eine neues Strommarktdesign. Hierzu habe der Energiedialog der Bayerischen Staatsregierung einige wichtige Ergebnisse erzielt. Nun gelte es in den nächsten Monaten wichtige Grundsatzentscheidungen in Berlin zu treffen, damit die ehrgeizigen Ziele der Energiewende gemeistert werden können.

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