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Bundestag gibt grünes Signal für Bahnausbau Augsburg–Ulm mit Regionalhalt Zusmarshausen

  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Durz: „Geschlossenheit der Region ist entscheidender Erfolgsfaktor “

Berlin/Augsburg. Nach der Beschlussempfehlung am Mittwoch im Verkehrsausschuss hat der Deutsche Bundestag am Donnerstagabend einstimmig die Umsetzung der von der Region befürworteten Trasse der Neubaustrecke Augsburg–Ulm beschlossen und damit grünes Licht für die nächsten Planungsschritte gegeben. Für den CSU-Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz ist die Entscheidung ein Meilenstein für Bayerisch Schwaben und das Ergebnis jahrelanger gemeinsamer Anstrengungen in der Region.

 

„Mit dieser Entscheidung ist klar: Die von der Region unterstützte Trasse entlang der A8 kommt und bringt einen echten Mehrwert für die Region Augsburg, für Schwaben und für ganz Süddeutschland“, so Durz. „Wir schaffen zusätzliche Kapazitäten, beseitigen einen Engpass im Schienennetz, erhöhen die Reisegeschwindigkeit und bringen den Fernverkehr, aber auch den Nahverkehr auf ein ganz anderes Level.“

 

Ein großer Erfolg aus Sicht von Durz ist auch, dass der Deutsche Bundestag zugleich die Voraussetzungen für einen Regionalhalt in Zusmarshausen geschaffen hat. „Durch die Tieferlegung der Trasse wird in Zusmarshausen ein Bahnhalt an der Neubaustrecke ermöglicht, der eine ganze Region auf der Schiene neu erschließt. Das ist ein Quantensprung für Pendlerinnen und Pendler im westlichen Landkreis Augsburg“, betont Durz, „zumal die Untersuchungen das große Potential belegen.“

 

Mit dem Beschluss sieht der direkt gewählte Abgeordnete die zentralen Forderungen der Region umgesetzt. „Wir haben immer betont, dass es uns bei diesem Großprojekt um einen echten Mehrwert für die Region geht. Genau das leistet die jetzt beschlossene Trasse in Verbindung mit der Generalsanierung der Bestandsstrecke.“

 

Durz verweist auf eine Reihe konkreter Vorteile für die Region: Die Neubaustrecke Augsburg–Ulm wird als Teil der Magistrale für Europa zum Lückenschluss auf der Ost West Achse von Paris nach Budapest/Bratislava und verbessert die überregionale Anbindung Augsburgs an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz. Durch zusätzliche Gleiskapazitäten werden neben dem Fernverkehr sowohl der Nahverkehr als auch der Güterverkehr gestärkt, weil langsame und schnelle Züge besser voneinander getrennt und damit Fahrpläne stabiler und verlässlicher werden.

Mit dem neuen Regionalhalt wird zudem der Raum Zusmarshausen direkt an die Schiene angebunden und als Wohn- und Wirtschaftsstandort deutlich aufgewertet.

 

Mit der Verlagerung des Fernverkehrs von der bisherigen Bestandsstrecke auf die Neubautrasse werden Kapazitäten für den Ausbau des Nahverkehrs auf der Bestandstrasse geschaffen und die Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs, wie von der Region seit Jahrzehnten gefordert, ermöglicht.

 

Zusätzlich zur Neubaustrecke wird im Jahr 2034 die Bestandsstrecke Augsburg-Ulm im Rahmen der bundesweiten Korridorsanierung generalsaniert. Dabei werden nach aktuellen Planungen die Leit- und Sicherungstechnik erneuert, Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut und der Lärmschutz entlang der Strecke verbessert.

 

Hansjörg Durz begleitet das Bahnprojekt seit vielen Jahren, zunächst als Kommunalpolitiker, seit 2013 als Abgeordneter des Deutschen Bundestages im Projektkoordinierungsrat, in Dialogformaten vor Ort sowie im CSU-Steuerungskreis, der die Anliegen der Kommunen bündelt. „Wir haben stets offen kommuniziert, die Region umfassend einbezogen und konsequent mit einer Stimme gesprochen,“ so Durz. „Die Geschlossenheit der Region ist ein entscheidender Erfolgsfaktor – nur so konnten wir die Interessen der Region gegenüber Bahn, Bund und Freistaat derart erfolgreich einbringen.“

 

Mit Blick auf die nächsten Schritte richtet Durz den Fokus nun auf die Finanzmittel. „Der parlamentarische Beschluss gibt grünes Licht und ist ein großer Meilenstein“, stellt der Abgeordnete klar. „Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass im Bundeshaushalt 2027 die notwendigen Mittel für die nächsten Planungsschritte bereitgestellt werden.“ Darüber hinaus bleiben aber laut Durz auch leistungsfähige Knotenbahnhöfe in Augsburg und Ulm sowie eine möglichst geringe Belastung der Bevölkerung bei der Umsetzung des Ausbaus zentral für die Akzeptanz und den Erfolg des Projekts. 

 
 
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