Ob der Verzicht auf Plastiktüten oder innerdeutsche Flüge – wenn es um Klimaschutz geht, sind das prominente Projekte. Mit dem Besuch der Firma Holzbau Strehle in Deubach möchte Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz den Blickwinkel jedoch weiten: „Klimaschutz besteht nicht nur aus Verboten, sondern auch aus der Unterstützung alternativer Konzepte – so auch beim klimaschonenden Bauen“, so Durz, der den Trend zum Holzhaus begrüßt.

Deutschlandweit werden etwas weniger als 20 Prozent der Häuser aus Holz gebaut – Tendenz steigend. Auch im Augsburger Land sind die vier Wände aus dem nachwachsenden Naturprodukt immer beliebter, wie Firmeninhaber Bernhard Strehle berichtet. Dabei sei es vor allem das wachsende Umweltbewusstsein, das den Bau von Holzhäusern befeuere. Durz begrüßt diese Entwicklung: „Der Bau von Holzhäusern ist ein wirklich nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz, denn dies hat langfristig einen guten Effekt auf das Klima.“ Dies würde einigen anderen Projekten zum Klimaschutz fehlen.

Strehle, der Durz einen Einblick in den 170-jährigen Familienbetrieb gab, machte seinen Besucher auch auf andere Vorteile der Holzbauweise aufmerksam. „Dank des hohen Dämmwertes ist Holz ein super Baustoff“, so Strehle. Dies wirke sich positiv auf die Energiebilanz der hölzernen Eigenheime aus. Bei dem Bau eines Einfamilienhauses in Massivholz wird laut Strehle aktiver Klimaschutz betrieben. So würden bei einem Neubau ca. 65t CO2 dauerhaft gebunden. Zudem steche das Naturprodukt durch seinen Beitrag zu einem guten Raumklima hervor.

 Doch nicht nur der Klimaschutz, auch klassische Arbeits- und Wirtschaftspolitik wurden diskutiert. Strehle gab Durz seine Wünsche und Anliegen mit, um diese nach Berlin zu tragen. Dabei sieht er unter anderem die starren Arbeitszeitregeln kritisch. „Bei einer saisonalen Arbeit wie beispielweise dem Holzbau brauchen wir flexiblere Konzepte“, so Strehle. Einig waren sich Strehle und Durz darüber, dass der Handwerksberuf wieder mehr in den Fokus der Gesellschaft rücken müsse. „Oftmals sind kleine und mittelständische Handwerksbetriebe Lebensadern unserer Gesellschaft vor Ort. Handwerk ist Heimat – und deshalb in unser aller Interesse“, so Durz, der sich unter anderem für die Wiedereinführung der Meisterpflicht in einzelnen Gewerken stark macht.

 

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