Der CSU-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz hat anlässlich des 26. Jahrestages der Deutschen Einheit zu einer Gedenkveranstaltung nach Friedberg eingeladen. Nach einem Dankgottesdienst in der Wallfahrtskirche St. Afra im Felde mit rund 150 Teilnehmern aus den Landkreisen Aichach-Friedberg und Augsburg, zelebriert von Pfarrer Michael Menzinger, zog der Abgeordnete in seiner Ansprache Bilanz. Danach fanden sich die Gäste – darunter auch der Vorgänger von Hansjörg Durz als örtlicher CSU-Bundestagsabgeordneter, Eduard Oswald, die Aichacher CSU-Bundestagsabgeordnete Iris Eberl sowie die CSU-Landtagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Carolina Trautner und Peter Tomaschko sowie zahlreiche Kommunalpolitiker – zu einem gemütlichen Beisammensein im Brauereigasthof St. Afra im Felde ein.

Das Verbindende herausstellen

„In diesen Zeiten halte ich es für dringend geboten, das Verbindende herauszustellen und nicht das, was uns trennt. Dafür gibt es keinen besseren Anlass als den Tag der Deutschen Einheit.“ stellte Durz eingangs fest. Dies gelte gerade angesichts der Debatte über das zum Teil beunruhigende Maß an Fremdenfeindlichkeit in weiten Teilen Ostdeutschlands.

Innere Einheit im 26. Jahr?

„Sich zu vereinen, heißt teilen lernen.“ – Angelehnt an einen Ausspruch des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, erinnerte Durz, unter wie vielen Facetten das Thema Wiedervereinigung zu betrachten ist.
Durz verwies darauf, dass neben dem politischen und wirtschaftlichen Einigungsprozess, vor allem auch die mentale Komponente eine entscheidende Rolle spiele. Hierfür brauche es neben Geduld und Gelassenheit vor allem auch Zeit, um sich besser kennenzulernen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Die Gemeinsamkeiten zwischen Ost- und Westdeutschen identifiziert der Abgeordnete vor allem in den geteilten Werten und Überzeugungen: „Freiheit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie. Die Fundamente unseres Grundgesetzes waren ein so starker Magnet für die Menschen in Ostdeutsch-land, dass sie millionenfach Leib und Leben riskierten.“ In den vergangenen zwei Jahren sei zudem eine weitere schwierige Integrationsaufgabe hinzugekommen: „Flüchtlinge aus einem gänzlich anderen Kulturkreis zu integrieren, ist eine ungleich schwierigere Aufgabe, als die innere Einheit zwischen Ost und West herzustellen.“

Werte maßgeblich für ein funktionierendes Miteinander

Dennoch erinnerte Durz daran, dass gerade die Rückbesinnung auf unumstößliche gemeinsame Werte dabei hilft, das Miteinander in Deutschland zu organisieren. „Wir brauchen klare Regeln bei der Integration und dem Zusammenleben. Unsere Werte und unsere Gesellschaftsordnung gelten für uns, aber genauso für Menschen, die zu uns kommen.“ so Durz und nannte etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sowie Achtung der Würde des Menschen.
Die Gültigkeit der Gesellschaftsordnung beziehe sich auf Ost- wie auf Westdeutschland. Und es mache Mut, zu wissen, dass auch die übergroße Mehrheit in Ostdeutschland für Toleranz und Demokratie einstehe. Anstelle von pauschalen Urteilen über „den Westen“ oder „den Osten“ müsse man die Sorgen von Menschen ernst nehmen: „Sich zu vereinen, heißt teilen lernen. – Verbindendes und Unterschiede, Chancen und Herausforderungen, Stärken und Schwächen, Sorgen und Nöte. Wenn uns das gelingt, wird auf Basis und im Bewusstsein unseres Wertefundaments die innere Einheit gelingen – in Einigkeit und Recht und Freiheit.“

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