Am 16. März wurde der im Landkreis Aichach-Friedberg mit Spannung erwartete Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) veröffentlicht. Darin sind alle vier Teilabschnitte der Osttangente Augsburg im vordringlichen Bedarf und damit in der höchsten Dringlichkeitsstufe gelistet. Auf Einladung des CSU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko veranstaltete der CSU-Kreisverband Aichach-Friedberg nun einen Infoabend, bei dem der CSU-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz über den aktuellen Stand berichtete.

Öffentlichkeitsbeteiligung läuft noch bis zum 02. Mai

„Derzeit läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung, in deren Rahmen noch bis zum 02. Mai alle Bürger ihre Stellungnahme zum Entwurf abgegeben können.“ erläuterte Durz den derzeitigen Stand des Verfahrens. Im Anschluss daran solle noch vor der Sommerpause das Bundeskabinett den BVWP beschließen, auf dessen Grundlage dann der Deutsche Bundestag Ende des Jahres die Ausbaugesetze verabschieden werde.

Osttangente im Fokus

Durz wies darauf hin, dass sowohl zur B 300-Nordumfahrung Friedberg als auch zur Osttangente umfangreiche Projektinformationen unter www.bvwp-projekte.de veröffentlicht wurden und ging detailliert auf beide Projekte ein. Im Anschluss daran entwickelte sich eine intensive Diskussion, in der zum wiederholten Male die regionalen Bedürfnisse deutlich wurden. „Sinn und Zweck der Osttangente ist nicht die überörtliche Entlastung, sondern die Entlastung der Belastungsschwerpunkte in Friedberg, Kissing und Mering.“ fasste Landrat Dr. Klaus Metzger (CSU) das Anliegen der Kreispolitik zusammen. „Wir stehen grundsätzlich hinter dem Projekt, wollen die Osttangente aber möglichst flächensparend und so weit es geht auf Bestandsstraßen realisieren.“ erinnerte der CSU-Kreisvorsitzende Peter Tomaschko an den entsprechenden Beschluss des Kreistages. Dies bedeute, dass das Projekt von der A 8 bis zum Chippenham-Ring vierspurig, die Umgehung im weiteren Verlauf im Bereich von Kissing und Mering jedoch keinen autobahnähnlichen Charakter aufweisen dürfe.

Unterstützung für die Gemeinden Merching, Steindorf und Schmiechen

„Auch eine Lechquerung südlich des Mandichosees ist völlig ausgeschlossen.“ bekräftigte Tomaschko die Unterstützung für die Gemeinden Merching, Steindorf und Schmiechen.
Durz erinnerte daran, dass die Osttangente im Jahr 2013 vom Freistaat Bayern als vierstreifiger Aus- bzw. Neubau angemeldet wurde und deshalb im BVWP nur als solcher bewertet werden konnte. „Für mich steht jedoch zweifelsfrei fest, dass das Projekt im weiteren politischen und planerischen Prozess nur so umgesetzt werden darf, wie die Region sich dafür ausgesprochen hat. Die Kreis-CSU hat mit ihrer maßvollen Positionierung hierzu den Weg für einen sinnvollen Interessenausgleich geebnet.“ so der CSU-Bundestagsabgeordnete. „Dazu stehen wir gemeinsam vor Ort und darauf werde ich auch auf Bundesebene hinwirken.“

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