Presseberichten zufolge hatte die Kreistagsfraktion der Grünen Zweifel am 3-gleisigen Ausbau angemeldet.

Das Projekt war in dem vor Ostern veröffentlichten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans sowohl im ‚Potentiellen‘, als auch im ‚Vordringlichen Bedarf‘ zu finden. Wie das Bundesverkehrsministerium in einem Schreiben an den Bundestagabgeordneten Hansjörg Durz begründet, „ist das Projekt aufgrund der zum Zeitpunkt der finalen Listenaufstellung noch nicht abgeschlossenen Bewertung in die Dringlichkeitskategorie ‚Potenzieller Bedarf‘ aufgenommen worden. Projekte des potenziellen Bedarfs können bei positiver Bewertung in den vordringlichen Bedarf aufsteigen“.

Zentraler Bestandteile für die Einordnung in die Kategorie ‚Vordringlicher Bedarf‘ ist aber die Nutzen-Kosten-Analyse, wie Hansjörg Durz erklärt. „Dieser Bewertung wiederum konnte für die Ausbaustrecke Ulm – Augsburg als erstem Projekt des potenziellen Bedarfs noch vor Drucklegung des Textbandes des Bundesverkehrswegeplan-Entwurfs abgeschlossen werden. Aufgrund ihres hohen Nutzen-Kosten-Verhältnisses von 2,1 ist die Vorzugsvariante, also der 3-gleisige Ausbau zwischen Dinkelscherben, Gessertshausen und Augsburg, in den ‚Vordringlichen Bedarf‘ aufgestiegen und somit ein Projekt der höchsten Priorität“, so der Bundestagabgeordnete weiter. Für Verwirrung bei der Kreistagsfraktion der Grünen hatte demnach gesorgt, dass das Projekt im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans in beiden Kategorien zu finden war. „Sobald die noch laufenden Lärm- und Umweltbewertungen abgeschlossen sind, wird das Projekt in der Liste des ‚Vordringlichen Bedarfs‘ nachgetragen“, bestätigt Durz.

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