Bereits im Herbst 2014 hat sich der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz (CSU) mit der Frage an das Bundesministerium der Verteidigung gewandt, ob ein Teil der Bundeswehrliegenschaften auf dem Lechfeld für eine zivile Nutzung in Frage käme. Von dort hieß es zunächst, dass derlei Fragen erst nach Fertigstellung eines Nutzungskonzepts der Liegenschaften beantwortet werden könnten.

Angesichts anhaltender Flüchtlingsströme und dem vorherrschenden Mangel an Unterkünften im südlichen Landkreis Augsburg hatte der Abgeordnete Ende April erneut die Verteidigungsministerin angeschrieben und zu einem möglichst raschen Abschluss der Prüfung aufgefordert. Nun hat Ursula von der Leyen Durz in ihrer Antwort mitgeteilt: „Aufgrund der Zustationierung am Standort Untermeitingen sind keine Unterkunftsgebäude der Bundeswehr entbehrlich. In den Liegenschaften „Lechfeld-Kaserne“ und „NATO-Flugplatz Lechfeld“ können daher leider keine Unterkünfte zum Zwecke der Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden.“ Hintergrund sei, dass weitere Dienststellen am Standort zusammengefasst werden. Erst kürzlich wurde bekannt, dass 100 Dienstposten aus dem Bereich IT von Fürstenfeldbruck auf das Lechfeld verlegt werden. Zudem wird die Abteilung Süd des technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe von Kaufbeuren an den Standort Untermeitingen verlegt.

Auch wenn das Ministerium die Frage nach Unterkünften abschlägig beschieden hat, möchte Durz weiter am Ball bleiben: „Angesichts der riesigen Fläche des Standorts stellt sich natürlich schon die Frage, ob nicht ein Teil des Areals für die Errichtung von Unterkünften genutzt werden kann“, erklärte der Abgeordnete. Durz werde diesen Vorschlag in Berlin zur Sprache bringen.

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