vor 70 Jahren endete der Zweite Weltkrieg – eine Zeitenwende für Deutschland, Europa und weite Teile der Welt. Der von Deutschland entfesselte Krieg brachte millionenfachen Tod, unendliches Leid und unvorstellbare Zerstörungen. Daran hat der Bundestag diese Woche gemeinsam mit dem Bundesrat erinnert.
In zahlreichen Veranstaltungen in diesen Tagen und Wochen wird zudem der Befreiung der Konzentrationslager vor 70 Jahren gedacht. Die im deutschen Namen verübten Verbrechen erfüllen uns auch heute noch mit Scham. Angesichts des Ausmaßes der Verbrechen ist es umso erstaunlicher, dass in relativ kurzer Zeit nicht nur die Aussöhnung mit unseren unmittelbaren Nachbarn, sondern auch mit Israel gelingen konnte: vor 50 Jahren nahmen Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen auf.
Die Beziehungen zwischen unseren Ländern werden auf Grund unserer Vergangenheit immer von besonderer Art sein. Israel konnte Deutschland die Hand nur reichen, weil wir uns Schritt für Schritt der Vergangenheit gestellt haben. Auf der Basis des Bekenntnisses zur historischen Verantwortung wurde die Grundlage für die guten und vertrauensvollen Beziehungen von heute geschaffen. Bundeskanzlerin Merkel hat mit den ersten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen 2008 ein neues Kapitel in den Beziehungen aufgeschlagen. Seitdem wurden viele Projekte etwa für den Jugendaustausch, im Bereich der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Forschung sowie beim Umweltschutz vorangetrieben. Jeglichen Ansätzen von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stellen wir uns entschlossen entgegen. Es ist nun unsere Aufgabe, die deutsch-israelischen Beziehungen in der Gegenwart zu gestalten und die Freundschaft zwischen unseren Völkern für die Zukunft weiter zu vertiefen.

Ihr,



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