die Nachrichten und Bilder von Menschen, die beim Versuch, das Mittelmeer in Richtung Europa zu überqueren, ums Leben gekommen sind, haben uns alle tief erschüttert.
Für uns ist klar, dass wir hier gemeinsam mit unseren europäischen Partnern helfen müssen, so schnell und so gut es geht. Die Staats- und Regierungschefs der EU und die europäischen Innen- und Außenminister haben dazu in dieser Woche erste wichtige Beschlüsse gefasst. Die Rettungsbemühungen werden deutlich ausgeweitet, um kurzfristig weitere Tragödien soweit es geht zu verhindern. Künftig stehen erheblich mehr Mittel für den Einsatz im Mittelmeer zur Verfügung, auch das Einsatzgebiet wird weiter ausgedehnt. Außerdem soll die Verteilung der
Flüchtlinge über die EU-Länder in einem Pilotprojekt besser und gerechter organisiert werden.
Ebenso klar ist für uns aber auch, dass wir gegen die kriminellen Machenschaften der Schlepperbanden vorgehen müssen, die aus dem Leid der Flüchtlinge in menschenverachtender Weise Kapital schlagen. Angesichts der unübersichtlichen Lage insbesondere in Libyen sind hier jedoch keine schnellen Lösungen zu erwarten.
Langfristig müssen wir uns verstärkt darum kümmern, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Hier müssen wir insbesondere auch die Regierungen einiger afrikanischer Staaten stärker in die Verantwortung nehmen. Entwicklungsminister Gerd Müller hat bereits Anfang 2014 eine Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren“ gestartet, mit der neue Perspektiven für Flüchtlinge geschaffen, Aufnahmegemeinden unterstützt und Maßnahmen zur Prävention und Deeskalation von Konflikten ergriffen werden. Gemeinsam arbeiten
wir daran, unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen gerecht zu werden.

Ihr,



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