in dieser Woche verabschiedet der Bundestag die erste Stufe der Pflegereform. Die Verbesserungen des ersten Pflegestärkungsgesetzes treten bereits zum 1. Januar 2015 in Kraft.
So steigen die Pflegeleistungen um vier Prozent, die gesamten Ausgaben für Pflege werden um rund 2,4 Milliarden Euro angehoben. Die Erhöhung der Zahl der Betreuungskräfte wird zu einer spürbaren Entlastung in den Pflegeheimen führen, aber auch die häusliche Pflege wird deutlich gestärkt. Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden daheim versorgt, meist von ihren Angehörigen. Ihnen helfen wir insbesondere mit den Verbesserungen im Bereich der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie der Tages- und Nachtpflege. Die Zuschüsse für den altersgerechten Umbau der eigenen vier Wände werden auf bis zu 4.000 Euro angehoben; auch die Zuschüsse zu Pflegemitteln, die im eigenen Haushalt verbraucht werden, steigen. Mit diesen und weiteren Maßnahmen, z.B. zur Verbesserung der häuslichen Versorgung, wollen wir die Pflegeleistungen künftig besser an den individuellen Bedürfnissen der Menschen orientieren.
Die Humanität einer Gesellschaft zeigt sich auch darin, wie sie mit ihren Pflegebedürftigen umgeht. Mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz machen wir jetzt einen großen Schritt nach vorn. An weiteren Schritten, die etwa Demenz noch stärker berücksichtigen, arbeiten wir mit voller Kraft. Dabei behalten wir auch die langfristige Finanzierung im Auge: Ein Drittel der Beitragssatzerhöhung von 0,3 Prozentpunkte wird in einem Pflegevorsorgefonds bei der Bundesbank angelegt, um zum Renteneintritt der Babyboomer-Generation ab 2035 künftige Beitragszahler zu entlasten. So geht nachhaltige Politik im Sinne der Menschen.

Ihr,



Downloads:


durz 17-14.pdf

Menü